Edouard Chapallaz

25.09.2026 → 31.01.2027

Keramik-Portfolio, Edouard Chapallaz

© Violaine Chapallaz und Claude Chapallaz

Schweizer Keramiker

Das mudac würdigt Edouard Chapallaz, eine der prägenden  Persönlichkeiten der Schweizer und europäischen Keramik des  20. Jahrhunderts.

Das mudac würdigt Edouard Chapal­laz, eine der prägen­den Persön­lich­kei­ten der schwei­ze­ri­schen und euro­pä­i­schen Kera­mik­kunst des 20. Jahr­hun­derts. Anhand einer ausser­ge­wöhn­li­chen Auswahl von Werken aus der Muse­ums­samm­lung lädt diese Ausstel­lung dazu ein, das Schaf­fen eines Künst­lers neu zu entde­cken, dessen uner­müd­li­che Forschung das Verhält­nis von Form, Mate­rial und Feuer nach­hal­tig geprägt hat.

Als unbe­strit­te­ner Meis­ter des Stein­zeugs und der Glasu­ren entwi­ckelte Chapal­laz ein einzig­ar­ti­ges Werk, das tief in der Erde und den Land­schaf­ten verwur­zelt ist, die ihn umga­ben. Über ihre ästhe­ti­schen Quali­tä­ten hinaus feiern seine Arbei­ten die Lang­sam­keit, die Aufmerk­sam­keit gegen­über dem Mate­rial und den Respekt vor natür­li­chen Prozes­sen.

Die Ausstel­lung ist im Le Carré, dem neuen Raum des mudac, einge­rich­tet und rückt die Bestän­dig­keit des Schaf­fens des Kera­mi­kers ins Licht, dessen Zurück­hal­tung nur von der Kraft seiner Werke über­trof­fen wird. Sie würdigt einen Künst­ler, der die Kera­mik nicht nur als Kunst­form, sondern auch als eine Weise verstand, die Welt zu denken, zu empfin­den und zu bewoh­nen.

Dieses Projekt ist Teil der Archi­ves du Design Romand, einer Initia­tive des mudac, die der Geschichte und Erfor­schung des Desi­gns in der West­schweiz gewid­met ist.

Le carré

Le carré, der neue Ausstel­lungs­raum des mudac, erstreckt sich über rund 90 m². Er verleiht dem Museum mehr Flexi­bi­li­tät und ermög­licht es ihm, neben seinen gros­sen Ausstel­lun­gen, die eine lange Vorbe­rei­tungs­zeit erfor­dern, rasch auf aktu­elle Themen zu reagie­ren, Werke aus seiner Samm­lung zu präsen­tie­ren, externe Projekte zu beher­ber­gen oder auch inti­mere Ausstel­lungs­for­mate zu entwi­ckeln.

Als echtes Expe­ri­men­tier­la­bor konzi­piert, erlaubt Le carré dem mudac, zu zeit­ge­nös­si­schen Frage­stel­lun­gen Stel­lung zu bezie­hen und gleich­zei­tig seine Forschungs­a­r­beit im Rahmen der Archi­ves du Design Romand weiter­zu­füh­ren.

Archivfotos Edouard Chapallaz

© Archives Edouard Chapallaz

Keramik-Portfolio, Edouard Chapallaz

© Violaine Chapallaz und Claude Chapallaz

Keramik-Portfolio, Edouard Chapallaz

© Violaine Chapallaz und Claude Chapallaz

Keramik-Portfolio, Edouard Chapallaz

© Violaine Chapallaz und Claude Chapallaz

Das mudac dankt den Musées Barbier-Muel­ler sowie der Fonda­tion  Baur, Musée des arts d’Ex­trême-Orient, in Genf herz­lich für die ausser­ge­wöhn­li­chen Leih­ga­ben

Kurator Marco Costantini
Wissenschaftliche Mitarbeiterin Rafaël Santianez
Szenografie Magali Conus
Grafik Design Chris Gautschi

Eine bisher unver­öf­fent­lichte Mono­gra­fie über Edouard Chapal­laz

Diese Mono­gra­fie über Edouard Chapal­laz zeich­net beinahe  sieben Jahr­zehnte seines Schaf­fens nach und würdigt einen der  gros­sen Namen der Schwei­zer Kera­mik. Anhand von Foto­gra­fien, Archiv­do­ku­men­ten und persön­li­chen Zeug­nis­sen aus der Fami­lie  beleuch­tet die Publi­ka­tion seinen Werde­gang, sein Werk und seine konti­nu­ier­li­che Suche nach der "perfek­ten Form".

In mehrere Sequen­zen geglie­dert, bringt die Publi­ka­tion histo­ri­sche  Archive und zeit­ge­nös­si­sche Perspek­ti­ven mitein­an­der in Dialog, insbe­son­dere durch die Foto­gra­fien seiner Enke­lin Violaine  Chapal­laz. Zwischen Atelier, Objek­ten und Erin­ne­run­gen macht sie  die inter­ge­ne­ra­ti­o­nelle Weiter­gabe eines Werks sicht­bar, das tief  mit der Geste, dem Mate­rial und der alltäg­li­chen kera­mi­schen Praxis verbun­den ist.

Die Publi­ka­tion entstand unter der redak­ti­o­nel­len Leitung von  Chris Gaut­schi, Anne-Claude Chapal­laz und Claude Chapal­laz, mit Unter­stüt­zung des mudac. Sie zeugt sowohl vom Reich­tum des  kera­mi­schen Schaf­fens als auch von der Weiter­gabe seiner Praxis und seines fami­li­ären Umfelds.