Jean Tschumi
M. Delarageaz, J. Tschumi und R. Bobilier, Studienreise nach New York im Oktober 1952
© unbekannt, 1952. Courtesy ACM, EPFL ., Fonds Jean Tschumi
Engagement und Unterricht
Von den Vereinigten Staaten inspiriert, bringt er neue Vorstellungen von Raum und Anpassungsfähigkeit sowie technologische und materialbezogene Fortschritte nach Europa zurück. Der Komfort der Angestellten steht im Mittelpunkt der amerikanischen Unternehmensarchitektur jener Zeit: Je angenehmer das Leben des Personals ist, desto produktiver ist es. Dieses Konzept adaptiert er unter anderem im Gebäude „Le Cèdre“, indem er die Farben je nach Nutzung des Bereichs – Arbeitszone oder Durchgangsraum – unterschiedlich einsetzt.
Als Direktor der neuen École d’architecture et d’urbanisme (EPUL) von 1943 bis 1961 und als Präsident der Internationalen Architektenunion von 1955 bis 1958 entwickelt er – parallel zu seiner praktischen Tätigkeit – sein Engagement in der theoretischen Reflexion über Architektur weiter. Sein Werk endet 1962, doch sein Einfluss bleibt bis heute spürbar.