Et nous alors?

24.04 → 27.09.2026
Glastiere aus der Sammlung Pierre Rosenberg

Mit mehr als 300 Glastieren aus der Sammlung von Pierre Rosenberg – renommierter Kunsthistoriker und Ehrendirektor des Louvre – sowie Stücken aus seiner Schenkung an das Musée du Grand Siècle beleuchtet die Ausstellung die Feinheit der Murano-Glastiere und hinterfragt zugleich unser ambivalentes Verhältnis zum Lebendigen.

Durch mehr als 300 Glas­tie­ren hinter­fragt die Ausstel­lung die komplexe und ambi­va­lente Bezie­hung des Menschen zum Leben­di­gen. Die Viel­falt der den Tieren zuge­schrie­ben Formen, Ausdrucks­wei­sen und Haltun­gen lässt sowohl unsere Neugier und unser Stre­ben nach Verständ­nis für die Fauna erken­nen als auch unse­ren Wunsch, ihre Darstel­lung und ihre Domes­ti­zie­rung zu kontrol­lie­ren.

Zu diesem Anlass wurde eigens ein Film über den Palazzo von Pierre Rosen­berg in Vene­dig gedreht. Die Glas­fi­gu­ren werden in ihrer gewohn­ten Umge­bung gezeigt – der ihres Samm­lers, der sie sorg­fäl­tig im gesam­ten Haus plat­ziert hat – und prägen so voll­stän­dig die Atmo­sphäre des Ortes.

Indem das mudac dieses Besti­a­rium in den Muse­ums­raum – einen Ort, an dem Dinge aufbe­wahrt, klas­si­fi­ziert und ausge­stellt werden – inte­griert, greift es die Codes der Schau­vi­trine auf, um sie besser zu durch­bre­chen. Dadurch verla­gert sich der Blick vom beob­ach­te­ten Tier auf den Menschen, der es beob­ach­tet, und offen­bart so die Mecha­nis­men unsere ambi­va­lente Bezie­hung.

Kuratorin Amélie Bannwart – mudac
Wissenschaftliche Mitarbeit Diane Maechler - mudac
Szenografie Nathalie Opris
Grafische Gestaltung – Kommunikation Enen Studio
Video Tapio Snellman