Mit nahezu 300 Glasfiguren aus der Sammlung von Pierre Rosenberg – renommierter Kunsthistoriker und Ehrendirektor des Louvre – sowie Stücken aus seiner Schenkung an das Musée du Grand Siècle beleuchtet die Ausstellung dieses Universum und hinterfragt unsere komplexe und ambivalente Beziehung zum Lebendigen.
Et nous alors?
Seguso Vetri d’Arte, fox-terrier, etwa 1947.
© Courtesy LE STANZE DEL VETRO © Enrico Fiorese
Durch das Prisma von mehr als 300 Glastieren hinterfragt die Ausstellung die komplexe und ambivalente Beziehung des Menschen zum Lebendigen. Die Vielfalt der den Tieren zugeschrieben Formen, Ausdrucksweisen und Haltungen lässt sowohl unsere Neugier und unser Streben nach Verständnis für die Fauna erkennen als auch unseren Wunsch, ihre Darstellung und ihre Domestizierung zu kontrollieren.
Zu diesem Anlass wurde eigens ein Film über den Palazzo von Pierre Rosenberg in Venedig gedreht. Die Glasfiguren werden in ihrer gewohnten Umgebung gezeigt – der ihres Sammlers, der sie sorgfältig im gesamten Haus platziert hat – und prägen so vollständig die Atmosphäre des Ortes.
Indem das mudac dieses Bestiarium in den Museumsraum – einen Ort, an dem Dinge aufbewahrt, klassifiziert und ausgestellt werden – integriert, greift es die Codes der Schauvitrine auf, um sie besser zu durchbrechen. Dadurch verlagert sich der Blick vom beobachteten Tier auf den Menschen, der es beobachtet, und offenbart so die Mechanismen unsere ambivalente Beziehung.
| Kuratorin | Amélie Bannwart – mudac |
| Wissenschaftliche Mitarbeit | Diane Maechler - mudac |
| Szenografie | Nathalie Opris |
| Grafische Gestaltung | Enen Studio |