Et nous alors?

24.04 → 27.09.2026

Seguso Vetri d’Arte, fox-terrier, etwa 1947.

© Courtesy LE STANZE DEL VETRO © Enrico Fiorese

Glastiere aus der Sammlung Pierre Rosenberg

Mit nahezu 300 Glasfiguren aus der Sammlung von Pierre Rosenberg – renommierter Kunsthistoriker und Ehrendirektor des Louvre – sowie Stücken aus seiner Schenkung an das Musée du Grand Siècle beleuchtet die Ausstellung dieses Universum und hinterfragt unsere komplexe und ambivalente Beziehung zum Lebendigen.

Durch das Prisma von mehr als 300 Glas­tie­ren hinter­fragt die Ausstel­lung die komplexe und ambi­va­lente Bezie­hung des Menschen zum Leben­di­gen. Die Viel­falt der den Tieren zuge­schrie­ben Formen, Ausdrucks­wei­sen und Haltun­gen lässt sowohl unsere Neugier und unser Stre­ben nach Verständ­nis für die Fauna erken­nen als auch unse­ren Wunsch, ihre Darstel­lung und ihre Domes­ti­zie­rung zu kontrol­lie­ren.

Zu diesem Anlass wurde eigens ein Film über den Palazzo von Pierre Rosen­berg in Vene­dig gedreht. Die Glas­fi­gu­ren werden in ihrer gewohn­ten Umge­bung gezeigt – der ihres Samm­lers, der sie sorg­fäl­tig im gesam­ten Haus plat­ziert hat – und prägen so voll­stän­dig die Atmo­sphäre des Ortes.

Indem das mudac dieses Besti­a­rium in den Muse­ums­raum – einen Ort, an dem Dinge aufbe­wahrt, klas­si­fi­ziert und ausge­stellt werden – inte­griert, greift es die Codes der Schau­vi­trine auf, um sie besser zu durch­bre­chen. Dadurch verla­gert sich der Blick vom beob­ach­te­ten Tier auf den Menschen, der es beob­ach­tet, und offen­bart so die Mecha­nis­men unsere ambi­va­lente Bezie­hung.

Kuratorin Amélie Bannwart – mudac
Wissenschaftliche Mitarbeit Diane Maechler - mudac
Szenografie Nathalie Opris
Grafische Gestaltung Enen Studio