Hexen des Desi­gns. Ann Lee: Design, Tran­cen und Femi­nis­mus

RADDAR Kollek­tion

© Marie Humair, Atelier de numérisation de la Ville de Lausanne

© Marie Humair, Atelier de numérisation de la Ville de Lausanne

© Marie Humair, Atelier de numérisation de la Ville de Lausanne

Ausge­hend von der Geschichte von Ann Lee, der Grün­de­rin der egali­tä­ren Shaker‑­Ge­mein­schaft im Jahr 1774, verknüpft Sorcières du design das Shaker‑­De­sign – berühmt für seine Schau­kel­stühle, flachen Besen und andere ikoni­sche Objekte – mit der aufsäs­si­gen Figur der Hexe. Im Jahr 1837 erschüt­tern eksta­ti­sche Tran­cen die etablierte Ordnung der Ritu­ale: Die Gemein­schaft tritt in das “Zeit­al­ter der Mani­fes­ta­ti­o­nen" ein.

Vom Geist Ann Lees beseelt, begin­nen wider­spens­tige Schwes­tern zu vibrie­ren, sich zu drehen und die Objekte des Desi­gns umzu­deu­ten, um die Frei­heit zurück­zu­ge­win­nen, die ihnen im Laufe der Jahr­zehnte schlei­chend entzo­gen wurde. Eine Erzäh­lung, in der die Geschichte des Desi­gns mit Unge­hor­sam, Trance und der schöp­fe­ri­schen Kraft der Frauen verschmilzt.

Diese Publi­ka­tion ist in unse­rer Buch­hand­lung‑­Bou­tique zum Preis von CHF 15.– erhält­lich.

Die Auto­rin

Ordent­li­che Profes­so­rin für Kunst‑ und Desi­gnge­schichte sowie -theo­rie an der HEAD–­Genève/HES‑SO, verbin­det Alex­an­dra Midal ihre Tätig­keit als Künst­le­rin und freie Ausstel­lungs­ku­ra­to­rin mit einer Forschung zur visu­el­len Kultur, die sie in Werken, Ausstel­lun­gen, Büchern und Filmen umsetzt. Sie veröf­fent­lichte unter ande­rem Do You Speak Flower? (Les Pres­ses du réel, 2025), La Manu­fac­ture du meur­tre (La Décou­verte, 2018), Design. Einfüh­rung in die Geschichte einer Diszi­plin (Pocket, 2009) und Anti­de­sign (Épithème, 2003). Seit mehre­ren Jahren entwi­ckelt sie ein Werk über das Design der Shaker durch Instal­la­ti­o­nen (Centre européen d’ac­ti­ons artis­ti­ques contem­po­rai­nes, Straß­burg, 2022–2023) und Filme.

RADDAR Kollek­tion

Vom mudac – dem Kantons­mu­seum für Design und ange­wandte zeit­ge­nös­si­sche Kunst in Lausanne – ins Leben geru­fen, ist RADDAR eine Buch­reihe, die der Desi­gnfor­schung gewid­met ist. Sie rich­tet sich an all jene, die sich mit Objek­ten, Räumen, Archi­tek­tur, Grafik, visu­el­len Formen und deren Präsen­ta­ti­ons­wei­sen ausein­an­der­set­zen sowie mit ihrer Zirku­la­tion, ihrer Geschichte, ihrer tech­ni­schen Entwick­lung, ihren Bedeu­tun­gen und ihren verschie­de­nen Mate­ri­a­li­tä­ten.

Gelehrt und provo­ka­tiv, poetisch und verstö­rend präsen­tiert RADDAR neue Inter­pre­ta­ti­o­nen der entschei­den­den Rolle des Desi­gns in der heuti­gen Kultur. Außer­ge­wöhn­li­che, junge und uner­war­tete Stim­men aus allen Berei­chen des Desi­gns tref­fen auf Beiträge aus den Sozial- und Kultur­wis­sen­schaf­ten, der Kunst, der Wissen­schaft, der Lite­ra­tur und ande­ren Feldern. Als Raum des Dialogs, der Kritik, der Diskus­sion, der Speku­la­tion und der Über­ra­schung rich­tet RADDAR seine Anten­nen auf die viel­fäl­ti­gen komple­xen Frage­stel­lun­gen des Desi­gns und offen­bart die seman­ti­sche, visu­elle und ästhe­ti­sche Fülle dieses Bereichs sowie seine sozi­a­len, poli­ti­schen und ökono­mi­schen Dimen­si­o­nen.

Konzept Marco Costantini
Jolanthe Kugler
Marie Taillan
Autorin Alexandra Midal
Redaktionskoordinatorin Marie Taillan
Redaktionssekretariat Virginie Vernevaut
Verlag mudac éditions
Sprachen Französisch und Englisch
Erscheinung 08.03.2026